2022 Ravenna – Rom Tag 5 nach Rom

vonAttigliano
nachRom
↔ 114km ⬆ 1.300Hm ⬇ 1.350Hm
🛌🏻 Vigna Licia
via Nazareno Strampelli 162
00134 Pomezia
Italien
610 € (5 Personen, 5 Nächte ohne Frühstück)

Als wir morgens in Attigliano in unserem Hotelzimmer erwachten war die Sache klar. Mir ging es mittlerweile so schlecht, dass an Fahrrad fahren nicht zu denken war. Konrad jedoch war wild entschlossen, die letzten 110km in Angriff zu nehmen. Glücklicherweise gab es im Ort einen Bahnhof. Ich nahm also das komplette Gepäck und wollte mit dem Zug direkt nach Rom Tiburtina fahren, die Taschen dann im Auto lassen und mich dann irgendwie zum Finisherfoto zum Colusseum durchschlagen.

Ganz wohl war mir nicht bei dem Gedanken, dass sich Konrad nur auf sich gestellt, mit seinem fragilen Rennrad direkt ins Großstadtgetümmel stürzen wollte – aber er war von dieser Idee nicht abzubringen. So konnten wir sicherstellen, dass wenigstens einer von uns das Ziel mit dem Fahrrad erreicht.

Mir fiel es sichtlich schwer, das Fahrrad zum Bahnhof zu bewegen. Beim Fahrkartenkauf half mir ein einheimischer Arbeiter (Nicola). Ich war so froh, dass es kein Problem darstellte, zusammen mit dem Rad und drei Gepäcktaschen, den Zug zu nehmen.

In Rom schien kräftig die Sonne und ich hatte Schwierigkeiten den Ausgang aus diesem Monsterbahnhof zu finden. Unser Auto war mittlerweile in die aller letzte Reihe des Parkhauses eingeparkt, sodass der Pächter keine Chance sah, den Zugang zum Fahrzeug in annehmbarer Zeit herzustellen. Also ließ ich die Taschen in seinem „Aufseher-„Zimmer und bat ihn, das Auto bis abends abfahrbereit zu machen.

Dann setzte ich mich in ein Café und schlug die Zeit tot. Zu sitzen und bei einem Obstsalat und einem Sandwich die Reisenden zu beobachten war alles, was ich zu diesem Zeitpunkt noch leisten konnte.

Ich nahm mit meinem Fahrrad, aber ohne Gepäck die Metro zum Kolosseum. Was für ein Ameisenhaufen, der mich erwartete – Touristen aus aller Welt schossen Selfies im Sekundentakt. Ich setzte mich in den Schatten – nach einer reichlichen Stunde erschien Konrad. Wir ließen uns glücklich vor diesem tollen Bauwerk ablichten und machten uns dann auf den Weg zu unserem Fahrzeug.

das lang ersehnte Ziel dieser Tour

Unsere Unterkunft war 30km südwestlich von Rom – ich musste das Auto durch den quälend dichten Feierabendstau steuern – der Kopf fühlte sich mittlerweile fiebrig an. Nach dem Auspacken hatte ich noch eine Stunde Zeit, die ich sofort in der Waagerechten verbrachte.

21:00 landete der Rest der Familie – ich brachte alle wohlbehalten in unsere Unterkunft und musste mich dann sofort ins Bett begeben. Der Corona-Test zeigte ein stramm positives Ergebnis. Und so sollte es auch die komplette nächste Woche bleiben. Konrad folgte mit dem Abstand von einem Tag. Wir verbrachten also unsere Genesungszeit in der Vigna Licia, einer Oase der Ruhe. Die Familie besichtigte alle relevanten Sehenswürdigkeiten von Rom. Genau eine Woche nach Ankunft war es dann soweit und wir traten die Heimreise mit dem Auto an.

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