2022-Prag-Budapest-Tag 1 Start in Prag

vonPrag (Zentrum)
nachSedlčany
↔ 39,1km ⬆ 290Hm ⬇ 180Hm
🛌🏻
Penzion Janata,
Nová Rabyně 25,
Slapy nad Vltavou, 252 08,
Tschechische Republik

Leider kein Strom, kein WLAN, kein Licht, keine Bewirtung da die Stromleitung kaputt war.
Aber die Gastgeberin kümmert sich, um die Unannehmlichkeiten zu lindern.

Nun geht es also endlich los. Nach endlosen Wintermonaten ist der Himmelfahrtstag nun gekommen und wir freuen uns alle drei wie Bolle auf ein paar Tage Urlaub bei aktiver Erholung.

Wie jedes Jahr treffen wir uns am Vorabend bei Hendrik auf der Terrasse und ergehen uns in liebgewonnenen Ritualen, die so eine Abreise mit sich bringt. Hendrik hat den Grill geputzt und Stückgut der legendären Fleischerei During in Dresden aufgelegt. Bier und Schnaps stehen bereit, um die bereits überbordende Stimmung weiter zu heben.

Wir machen bereits Pläne für die nächsten Jahre – bis nach Istanbul soll die morgen beginnende Reise führen. Es fallen Ortsname wie Timisuara und Belgrad – alles erscheint so leicht und machbar. Probleme werden im Handstreich gelöst – die Pläne können eigentlich nicht groß und verrückt genug sein.

Am nächsten Morgen weckt uns alle drei ein kleiner Kater – obwohl Hendrik über keine weiteren Haustiere als Kaninchen verfügt.

Es geht mit dem Auto nach Prag. Wir erinnern uns alle an die Zeiten, wo es keine Autobahn nach Prag gab und wie beschwerlich die Anreise damals war. In Prag werden wir fast vom Großstadtverkehr verschluckt – ursprünglich wollten wir in der Nähe der Karlsbrücke starten – aber das ist kaum möglich, da man nirgends das Auto für die notwendigen Startkonfigurationen verlassen kann. Haiko hat sein Auto erst wenige Tage – der nagelneue Ford Transit Connect verlangt unserem Chauffeur alles ab und er meistert die Herausforderungen ohne zu murren und hoch konzentriert.

Start in Prag

Drei Kilometer südlich der Karlsbrücke finden wir endlich den ersehnten Platz und sitzen kurze Zeit später auf unseren Böcken. Es geht durch wunderschöne Alleen entlang der Moldau – wir haben 22 Grad und der Wind weht aus Westen. Alles geht leicht und zügig voran. Leider müssen wir nach 10km diesen wunderschönen Radweg schon verlassen und schießen auf einer viel befahrenen Straße nach Süden. Es ist eine kurze Etappe – aber die letzten Kilometer haben es nochmal in sich. Es beginnt ein langer Anstieg von ca. 4km mit 7-12% Steigung und wir können unsere Schaltung mal richtig ausprobieren. Schon sind wir oben und schießen mit knapp 60 Sachen ins Tal. Wir passieren einen Staudamm mit malerischem Blick auf die hiesige Moldau-Schlucht und erreichen unsere Unterkunft bei Sonnenschein.

Leider gibt es ein Problem mit dem Strom – aber die Gastgeberin gibt sich alle Mühe, uns den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten. Da es kein Abendessen gibt, spazieren wir noch zwei Kilometer den Berg hinauf zu einem wunderschönen Aussichtspunkt. Die Abendsonne taucht die Szenerie in tolle Farben. Der ansässige Kiosk reicht Bratkäse und Urquell – nur die verrückten Motorradfahrer stören etwas die tolle Stimmung.

Wir lassen den Abend an der Unterkunft ausklingen und steigen erwartungsfroh zeitig ins Bett. Hier gibt es nur einen Schäferhund und lustig zwitschernde Vögel – da wir vernünftig sind – wird sich morgen auch kein Kater zeigen.

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