| von | Verona |
| nach | Leipzig |
| ↔ 0km ⬆ 0Hm ⬇ 0Hm | |
| 🛌🏻 – |
Ein langes Ende
Der Bus verlässt gegen 23:00 Uhr Verona. Wir fahren länger als erwartet. Die Busfahrt dauert insgesamt siebeneinhalb Stunden. Das liegt unter anderem daran, dass wir gegen 02:00 Uhr an der deutsch-österreichischen Grenze eineinhalb Stunden kontrolliert werden. Die Grenzpolizisten kommen mehrmals in den Bus, um unterschiedlichste Fahrgäste zu befragen. Das Ganze dauert so lange, dass der Bus, der in Verona erst um 0 Uhr gestartet ist, uns überholt.
Erst gegen 06:45 Uhr erreichen wir München. Um etwas Freiheit in der Stadt zu haben, schließen wir unsere Packtaschen in einem der Bahnhofsschließfächer ein. Richtig schlafen konnten wir im Bus nicht. Das müssen wir nachholen. Dadurch fällt das geplante Treffen mit meinem Bruder Konrad vor dem BMW-Werk aus. Wir lassen uns stattdessen im Hofgarten nieder und holen dort zumindest etwas Schlaf nach.
Bis unser Zug nach Leipzig fährt, müssen wir bis 19 Uhr warten. Bis dahin müssen wir die Zeit totschlagen. Wir fahren also rüber zum Englischen Garten. Im Biergarten „Chinesischer Turm“ entscheiden wir uns, final essen zu gehen.
Als auf der beschatteten Bank der Nachmittag hereinbricht, merken wir, dass sich die Reise langsam dem Ende zuneigt. Also entscheiden wir uns dazu, nochmal zurückzublicken und die besten, lustigsten und interessantesten Interaktionen festzuhalten.
Die folgende Rangliste zeigt die zehn für unsere Fahrradtour wichtigsten bzw. interessantesten Personen und Personengruppen und warum sie unsere Reise so bereichert haben:
Honorable Mention (ehrenvolle Erwähnung):
Der Guggala
Der Guggala stellte uns am zweiten Tag nach einer langen, anstrengenden Fahrt eine Übernachtungsmöglichkeit zur Verfügung. Zudem konnten wir durch seine Bereitschaft wichtigen Strom aufladen. Im Vergleich zu den anderen Besitzern zeigte sich der Guggala jedoch wenig interessiert.
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Mann der Besitzerin in Trient
Als wir in Trient übernachteten, verschönerte er — leider haben wir den Namen nicht erfragt — uns den Abend, indem er uns eine Duftkerze spendierte. Es kam zu einer schönen Konversation. Leider haben wir ihn zu wenig kennengelernt, um ihn in die Top 10 zu setzen.
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Platz |
Name |
Warum? |
Bild |
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10. |
Tim |
Tim war ein wichtiger Bestandteil des ersten Tages. Er leitete uns aus München raus, auch wenn er zu schnell gefahren ist, was den Tag etwas stressig gemacht hat. |
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9. |
Mann im gelben Trikot (Fahrradmechaniker) |
Der Mann im gelben Trikot war eine wichtige Stütze beim Brenner-Tag. Am anstrengendsten Tag der Tour half er Otto dabei, sein Fahrrad ordentlich aufzupumpen, und zeigte sich dabei stets nett. |
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8. |
Die Familie von Hans |
Die Familie von Hans stand natürlich im Schatten von Hans selbst bei den Ereignissen der Tage 4 und 5. Trotzdem waren sie sympathisch. Die Legenden über Hans‘ Vater waren sehr interessant, und ihn in Person kennenzulernen war schön, ebenso wie Hans‘ Schwager und Nichte. |
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7. |
Konrad |
Konrad war der zweite Teil des Duos, das uns an Tag 1 begleitet hat. Konrad war jedoch sympathischer als Tim. Wir konnten uns besser mit ihm unterhalten, und es war angenehm, neben ihm zu fahren. |
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6. |
Die Wien-Familie |
Eine Reisegruppe, die die gleiche Route wie wir fährt. Direkt auf den ersten Blick wirkten die Wiener sympathisch. Bis heute rätseln wir, ob es sich bei dieser bunt durchmischten Truppe um zwei befreundete oder verwandte Familien handelt oder um eine große. Die Wien-Familie gab uns vor allem einen Ansporn, in Sachen Geschwindigkeit anzuziehen. |
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5. |
Antonio |
Der Betreiber der Jugendherberge in Riva del Garda war von Anfang an sehr hilfsbereit und offen — eine nette Persönlichkeit, die uns den Aufenthalt in Riva verschönert hat. Hätte er meine Herausforderung im Schach nicht wegen mangelnder Kenntnis im Spiel abgelehnt, wäre er möglicherweise ein paar Plätze hochgeklettert. |
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4. |
Die Fahrradspanier |
Die Fahrradspanier haben uns am letzten Radfahrtag mehrmals ein Lächeln ins Gesicht gezaubert. Selbst ohne Ottos Übersetzungen konnten wir uns gut mit ihnen verständigen. Im Vergleich zu den Vorherigen auf der Liste hat die Gruppe zusätzlich den Vorteil, auf unserem Zielfoto Platz gefunden zu haben. |
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3. |
Laura |
Laura könnte auch auf Platz 1 dieser Liste sein. Trotz ihrer wenigen Screentime auf unserer Tour hat sie es geschafft, durch ihre Kommentare zur lustigsten Interaktion der Reise zu werden. |
leider nicht vorhanden |
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2. |
Silke |
Die Rotmühle war unsere erste Unterkunft. Und von den vorher ausgesuchten war sie klar die Beste. Und das lag vor allem an Silke. Sie bot uns nicht nur einen riesigen Garten an, der quasi alles, was man brauchte, anbot — Silke schenkte uns ein Feuerzeug, mehrere Möglichkeiten zum Laden und eine Übernachtungsmöglichkeit in einem Bungalow und das für 0 €. |
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1. |
Hans |
Die größte Interaktion dieser Fahrradtour ist jedoch eindeutig. Die Unterhaltungen mit Hans waren einfach genial. Vor dem Treffen mit ihm hatten wir keinen Ort zum Übernachten. Und in einer Großstadt wie Bozen ist es nicht einfach, einen Ort zu finden, wo man legal schlafen darf. Hans gewährte uns Eintritt in sein Reich. Außerdem spendierte er uns 15 € pro Nase. Dieser Typ war einfach genial. |
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Das hat Hans uns übrigens nach der Tour geschrieben, nachdem er von uns ein Zielfoto am Gardasee erhalten hat:
»Vielen Dank für die gute Nachricht, über die ich mich sehr freue. Euer Besuch war mir ein Fest! Ihr seid wirklich nette Burschen und ich wünsche Euch, dass Eure Freundschaft ewig hält. Für Eure Zukunft alles Beste, ich bin mir sicher dass Ihr Euren Weg macht. Beste Grüße und Ihr seid hier in Bozen immer willkommen! Hans«
Was eine Legende!
Den restlichen Tag verbringen wir mit den Karten. Beim Dofi-Spielen stelle ich eine neue Rekord-Siegesserie mit 9 Siegen hintereinander auf. Der Tag vergeht schnell. 19 Uhr betreten wir den Hauptbahnhof in München.
Als wir in den Zug steigen, schaue ich auf die Zugroute und verstehe, warum der Zug erst so spät ankommt. Zwischendurch hält der Zug nämlich in Bamberg und Erfurt, bevor er Leipzig erreicht. Die Zugfahrt zieht sich also nochmal.
Die Zugfahrt war lang…
Rückblickend ist uns aufgefallen, dass sich die letzten zwei Tage eher weniger wie Tage der Fahrradtour angefühlt haben. Sie waren komisch zäh und ereignislos. Das lag aber größtenteils an dem Willen nach Ausruhe, der mit der großen Hitzewelle zusammenhängt. Bei 40 Grad hatten wir keine Lust, uns die Städte großartig anzuschauen, auch wenn die Auswahl mit Verona und München ziemlich üppig war.
Gerade als der zehnte Tag der Fahrradtour anbricht, steigen wir aus dem Zug und finden uns in unserer Heimat Leipzig wieder.
Für den zehnten Tag dann noch einen eigenen Artikel anzulegen, hielt ich für obsolet, weswegen ich die letzten Zeilen noch in Tag 9 lege.
Nacheinander erreichen wir unsere Wohnungen. Nach herzlichen Verabschiedungen schließen wir die diesjährige FahrrAtzen-Tour ab.
Was für eine Reise! Die Tour war uns Dreien sehr wichtig — nicht umsonst haben wir bereits 2025 mit der Planung begonnen. Die zehn Tage waren vor allem von einem geprägt. Und das sind die unterschiedlichen Interaktionen, die wir hatten. Sowohl durch Hans, Laura als auch alle anderen, die wir auf der Tour kennengelernt haben, wurde diese Fahrradtour richtig interessant und lustig. Und auch unsere Dreierkonstellation ist während des Fahrradfahrens komplett aufgegangen. Deswegen ist nun, wo die Reise endet, keiner von uns abgeneigt, eine weitere Tour im Team FahrrAtzen zu bestreiten. Aber mal sehen, was die Zeit bringen wird…
~eine Berichterstattung von Friedrich Zinßer (feat. Otto + Kolja)











