| von | Riva del Garda |
| nach | Verona |
| ↔ 85km ⬆ 470Hm ⬇ 480Hm | |
| 🛌🏻 – |
Rückenwind auf den letzten Metern
6:45 Uhr ist heute Aufstehen. Wir frühstücken ein zweites Mal in der Jugendherberge. Die Kinder, die uns mittlerweile mit bösem Blick anschauen, gehören zu einer Gruppe, die — so hatten wir erfahren — zu einer kirchlichen Organisation gehört. Antonio, der Betreiber der Jugendherberge, der uns durch seine nette Art den Aufenthalt erleichtert hat, tischt uns anschließend die Rechnung auf. Vor den Augen der Bayern steigen wir auf unsere Böcke und treten die letzte Etappe an.
Die ersten 40 Kilometer fliegen förmlich dahin. Wir folgen der Straße, die östlich am Gardasee vorbeiführt. Das Fahrradfahren fühlt sich so einfach an wie noch nie. Durch den Rückenwind erreichen wir nach den ersten 40 Kilometern sogar einen 25er-Schnitt. Danach gibt es die erste Pause — eine Banane und dazu einen Schluck Wasser. Das muss nach einem so reichhaltigen Frühstück reichen.
Um 10:30 Uhr haben wir schon 50 Kilometer auf dem Tacho. Wir drosseln etwas die Geschwindigkeit. Verona so früh zu erreichen, würde uns wenig bringen. Der Bus zurück fährt erst gegen 22:45 Uhr. Mit dem Ende der Bergkette biegen wir Richtung Osten ab. Verona liegt nun direkt vor uns. Die Sonne wird immer stärker und die Höhenmeter nerven nochmal.
Anders als unmittelbar in den Alpen sind hier die Wasserspender immer seltener zu finden. Und das Wasser unserer Flaschen verdunstet förmlich. Die letzten Tropfen teilen wir uns brüderlich. Bei einem Feuerwehrfahrzeug bekommen wir auf Nachfrage eine 500-ml-Flasche. Nach wenigen Sekunden ist diese jedoch auch alle.
Schließlich finden wir dann doch einen Wasserspender. Während der Pause kommt eine Gruppe Radfahrer vorbei. Diese kommt aus Spanien. Ähnlich wie mit Laura halten wir eine lustige Konversation, die Otto für uns übersetzen muss.
Unser Zielort Verona wird gegen 13 Uhr erreicht. Während ich mich auf einer beschatteten Wiese schlafen lege, duscht sich Otto in einem nahegelegenen Fitnessstudio. Ansonsten ist der restliche Tag vom Kartenspielen geprägt. Bei der Hitze haben wir keine Lust mehr, eine große Stadtbesichtigung zu unternehmen. Das weltberühmte Amphitheater müssen wir dann doch sehen. Dort schießen wir auch unser Zielfoto.
Dann treffen wir zu unserer Überraschung nochmal die Spanier. Und warum denn kein gemeinsames Zielfoto?
Erst um 22 Uhr machen wir uns auf den Weg zur Bushaltestelle. Diesen Bus dürfen wir unter keinen Umständen verpassen. Während der Planung der Tour hatten wir Glück, dass wir überhaupt noch eine Rückreisemöglichkeit gefunden hatten, die eine Fahrradmitnahme inkludiert.
Als der Bus uns mitsamt Fahrrädern verstaut hatte, wussten wir: Nun sollte die lange Rückreise beginnen.





